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29.10.2017

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Chronik
Tennis
Gründungssituation und systematische Aufbauarbeit

Der Anstoß zur Gründung einer Tennisabteilung ging von der Skiabteilung aus. Skiabteilungsleiter Josef Pilz beantragte am 21.7.1987 eine Ausschusssitzung zur „Erweiterung der bestehenden Skiabteilung auf eine Ski- und Tennisabteilung“. Die Tagesordnung der Vereinsausschuss-Sitzung vom 10.9.1987 sah dann unter Punkt 2 gleich die „Gründung einer Tennisabteilung“ vor. Nach Aufnahme von Gesprächen mit der Familie Hauzenberger zur Anpachtung der nötigen Grundstücke wurde in der Ausschuss-Sitzung vom 12.10.1987 einstimmig der Bau von Tennisplätzen beschlossen. Die Herren Pilz, Kus und Teufel erklärten gleichzeitig ihre Bereitschaft, die Abteilung Tennis zu gründen.

Bei einem Informationsabend am 5. Februar 1988 fanden sich 60 interessierte Personen ein. Die Jahreshauptversammlung am 26. März 1988 segnete die Gründung einer Tennisabteilung – zunächst aber noch kombiniert als Ski- und Tennisabteilung – ab. Offiziell hat mit somit der 26. März 1988 als Gründungsdatum der Tennis-Abteilung zu gelten. Der Bau von zwei bzw. drei Tennisplätzen und einer Sommerstockbahn wurde ebenfalls von dieser Jahreshauptversammlung grundsätzlich beschlossen, die näheren Entscheidungen dem Ausschuss überlassen. Die Jahreshauptversammlung 1988 forderte von den Tennisabteilungsmitgliedern – wie auch von den Fussballabteilungsmitgliedern – einen Arbeitseinsatz von zehn Stunden jährlich oder alternativ den Betrag von 100 DM (MZ v. 29.3.1988).

Abteilungsleiter der Ski- und Tennisabteilung von 1988 / 1989 bis zur Jahreshauptversammlung 1990 war Josef Pilz. Ihm folgte von Frühjahr 1990 bis Frühjahr 1994 Adam Albrecht. Daraufhin übernahm Hilde Linkel bis heute dieses Amt.

In der Anfangsphase gab es einen grossen Andrang von Tennisbegeisterten. Bis 21. April 1988 lagen bereits 51 Tennisanmeldungen vor. Mit Rundschreiben an alle Eilsbrunner Haushalte lockte der SV Eilsbrunn Tennis-Interessierte mit einer zunächst bis zum 30. April 1988 befristeten ermässigten Aufnahmegebühr. Da sich der Bau der Tennisplätze aber unvorhergesehen verzögerte, wurde die Frist für die günstigen Aufnahmebeiträge bis 31. März 1989 verlängert. So gab es bis zu diesem Zeitpunkt für Familien einmalig günstig die Aufnahmegebühr von 380 DM. Einzelmitglieder konnten sich für 300 DM (statt später für 350 DM), Jugendliche bis 18 Jahre für 150 DM (statt später 200 DM) aufnehmen lassen. Neben der Aufnahmegebühr und dem normalen Vereinsbeitrag waren Jahresbeiträge von 150 DM für die Familie, 100 DM für das Einzelmitglied und 50 DM für Jugendliche fällig.

Nachdem im Frühjahr 1989 der Bau der Tennisplätze konkret Gestalt annahm, musste für den Eintritt im Juli 1989 sogar ein Aufnahmestopp verhängt und eine Warteliste erstellt werden. Diese Liste enthielt die Unterschriften der Interessenten, die bereits Mitglied im SV Eilsbrunn sein mussten. Laut Meldung an den Bayerischen Tennisverband zählte der SV Eilsbrunn am 15. Juni 1989 insgesamt 251 Mitglieder (davon 97 Jugendliche). In der Ausschusssitzung vom 26.10.1089 wurde der Beschluss gefasst: „Bis zu 10 Personen werden fest nachrücken; ob weitere Personen nachrücken, entscheidet der Ausschuss im Januar.“ Neue Mitglieder konnten nur aufgenommen werden, wenn andere Mitglieder ausschieden. Selbst 1993 gab es noch Wartelisten, für dieses Jahr wurden fünf Neuaufnahmen zugelassen. Die hohe Zahl der Mitglieder der Tennisabteilung konnte allerdings nicht gehalten werden. 1994 sank die Zahl auf 240, 2000 auf 182, 2003 auf 132, 2005 sogar auf 93.

Im Herbst 1990 wurde in der Tennisabteilung des SV Eilsbrunn erstmals um Meisterehren gekämpft. Nach spannenden Duellen wurden die Sieger in der Vereinsgasstätte Erber geehrt, die Verleihung der Pokale übernahm Bürgermeister Wiesner. In der Disziplin „Jugend gemischt“ platzierten sich 1. Torsten Stöckel, 2. Guntram Stöckel, 3. Andreas Hermann; im „Mixed“ 1. Claudia Jobst / Adam Albrecht, 2. Rosemarie Jobst / Hans Jobst, 3. Birgit Chmela / Hans Bründl; im „Damen-Doppel“ 1. Rosemarie Jobst / Claudia Jobst, 2. Birgit Chmela / Kerstin Stöckel, 3. Rosemarie Herrmann / Hilde Linkel; im „Herren-Doppel“ 1. Sigi Linkel / Guntram Stöckel, 2. Hans Bründl / Adam Albrecht, 3. Rainer Fröhler / Günter Walchshäusl; im „Damen-Einzel“ 1. Claudia Jobst, 2. Hilde Linkel, 3. Birgit Chmela; im „Herren-Einzel“ 1. Lois Herrmann, 2. Rainer Fröhler, 3. Hans Bründl (MZ v. 19.10.1990).

Für die Saison 1991 meldete der SV Eilsbrunn eine Herren-Tennismannschaft an den Tennisbezirk Oberpfalz. Diese umfasste 14 Mitglieder: 1) Thomas Fischer, 2) Karl Fenzel, 3) Hans Bründl, 4) Adam Albrecht, 5) Rainer Fröhler, 6) Siegfried Linkel, 7) Guntram Stöckel, 8) Hans Jobst, 9) Hans Jakobides, 10) Rainer Schindler, 11) Hubert Stöckl, 12) Wolfgang Schaller, 13) Ludwig Jäger, 14) Wolfgang Raithel. Als Mannschaftsführer wurde Siegfried Linkel benannt. Als Sportwart wirkte in dieser Phase Hubert Stöckl, als Jugendwart Johann Bründl. Nachdem in der Anfangsphase nur eine Herrenmannschaft existierte, war es ein Ziel von Tennis-Abteilungsleiter Albrecht, auch eine Damen- und eine männliche und eine weibliche Jugendmannschaft auf die Beine zu stellen. Dies gelang bereits 1992/93.

In der Jahreshauptversammlung vom 30. April 1993 konnte Abteilungsleiter Albrecht berichten, dass die Herrenmannschaft in der Saison 1992 bei ihrer ersten Teilnahme am Punktspielbetrieb in der Kreisliga III auf den 5. Platz von neun Mannschaften kam. Die Damenmannschaft nahm an der Damenfreizeitrunde erfolgreich teil. Die Kinder bis 10 Jahre kamen als Sieger der Oberpfalzgruppe in die bayerische Endausscheidung. Sie belegten dort unter den acht teilnehmenden Mannschaften einen beachtlichen vierten Platz.

1995 konnte die Tennisabteilung des SV Eilsbrunn beim Bayerischen Tennisverband (BTV) drei Mannschaften melden: Eine Knabenmannschaft (bis 14 Jahre) in der Kreisklasse 1, eine Juniorinnenmannschaft (mit jungen Damen bis zum 18. Lebensjahr) für die Bezirksklasse 2 und eine Damenmannschaft für die Kreisklasse 1. Die Knabenmannschaft erreichte den 3. Platz, die Juniorinnenmannschaft den 2. Platz und die Damenmannschaft den 6. Platz.

Beim Tennis gilt in besonderer Weise der Spruch: „Erst die Arbeit, dann das Vergnügen!“ Vor jedem Saisonauftakt müssen die Tennisplätze nach der Winterpause bespielbar gemacht werden. Dies erfolgte in Eilsbrunn weitgehend durch freiwilligen Arbeitseinsatz an mehreren Samstagen vor dem 1. Mai. Über viele Jahre hat Sigi Linkel die Helfer organisiert und motiviert. Doch wurde für die regulären Arbeiten teilweise auch ein Platzwart engagiert, so im Mai 1989 Emanuel Pilz. Im Laufe der Zeit wurde mit Technikeinsatz die Arbeit erleichtert. Im April 1990 wurde eine Tennisplatz-Walze angeschafft. 1996 wurde die Spritzanlage modernisiert und auf Knopfdruck umgestellt. In der Saison 1997 kamen zum erstenmal die „Tennishexe“ und der „Tennis-Sandy“ zum Einsatz. Aber auch während der Saison blieb die Platzpflege eine immerwährende Herausforderung. Ludwig Jäger und Sigi Linkel erwarben sich hier bis heute viele Verdienste.

Saison-Eröffnung: Die Schleiferlturniere

Die Tennis-Saison des SV Eilsbrunn wird jährlich mit dem traditionellen Schleiferl-Turnier eröffnet. Für die einzelnen Durchgänge werden Partner zu Mixed-Paarungen immer wieder neu zusammengelost. Das erste Schleiferl-Turnier organisierten 1990 Adam Albrecht und Hans Bründl, 48 Tennisspielerinnen und –spieler nahmen daran teil. Nach vier Runden konnten als Schleiferlkönige Maria Mandl sowie Rainer Fröhler und Thomas Fischer beglückwünscht werden (MZ v. 30.6./1.7.1990).

Beim Schleiferlturnier am 30. April 1995 wurde Nina Pusch Schleiferlkönigin mit 5 Schleiferl. Bei den Männern wurden Florian Weber und Stefan Baldauf mit jeweils 5 Schleiferl die Könige. Schleiferl-Königinnen wurden 2000 beispielsweise mit je vier Schleiferln Gabi Zankl und Hilde Linkel, Schleiferl-Könige auch mit jeweils vier Schleiferln Hans Jakobides, Hans-Otto Rieger und Rainer Fröhler (Vereinszeitschrift 2001). 2003 teilten sich aus den fünf ausgelosten Durchgängen Doris Braumandl und
Irene Weber den Titel der Schleiferlkönigin. Bei den Herren wurden Rudi Apfelbeck und Stefan Baldauf Schleiferl-König (MZ v. 23.5.2003).

Tennisjugend-Förderung

Auch in der Tennis-Abteilung wurde auf Nachwuchsförderung großer Wert gelegt. Im Juni 1990 wurde unter der fachlichen Leitung von Adam Albrecht durch Theresa Ettinger und Hans Bründl das 1. Jugend-Tennisturnier des SV Eilsbrunn organisiert. 35 Jugendliche waren mit Feuereifer dabei, das erste Nachwuchs-Tennisturnier zu gewinnen (MZ v. 25.6.1990). Zur Förderung der jugendlichen Tennis-Talente wurde im Sommer 1993 die Tennisschule Hinterwimmer mit Durchführung eines Tennistrainings beauftragt. Der SV Eilsbrunn leistete 50 % Zuschuss zu den Kosten der Trainer, die anderen 50 % trugen die Eltern der Jugendlichen. In der Sommersaison 1994 übernahm Adam Albrecht unentgeltlich das Training der Knaben- und Juniorinnenmannschaft der Tennisabteilung. Von Mai bis August 1995 wurden für die Kleinsten bis 10 Jahre unter Verantwortung der Jugendwartin Birgit Chmela wöchentliche Übungsstunden mit dem Softball angeboten. Erfreulich war, dass ältere Jugendliche, wie Susi Opitz, Christina Jäger, Hannes Chmela und Birgit Chmela, zeitweise auch mit den Kleinen übten.

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